Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust

Jetzt ist die beste Zeit zum Wandern © pixabay.com
Jetzt ist die beste Zeit zum Wandern © pixabay.com

Der heiße Sommer neigt sich nun langsam dem Ende zu, die milden Temperaturen kehren ins Land – und damit auch wieder das perfekte Wanderwetter. Für all jene, die trotz des steigenden Hypes um die extrem beliebte Freizeitaktivität der ÖsterreicherInnen, noch nicht bewandert sind, gibt Profi-Kletterer und Bergsteiger Peter Ortner hilfreiche Einsteiger-Tipps.

Planung ist alles

Gerade für unerfahren Wanderer gilt vor dem ersten Abstecher in die Wildnis: Informieren und planen! Es ist wichtig zu wissen, wie und wann man an den bestimmten Ort ankommen wird und wie die Gegend auf der Tour aussieht. Eine Wanderkarte kann deshalb für die Orientierung sehr hilfreich sein, vor allem wenn gerade auf dem Handy kein Empfang ist. Apropos Handy: Dieses unbedingt mitnehmen. Es dient ebenfalls – dank mittlerweile integrierter Navigation – zum Zurechtfinden und in Notsituationen für die Kontaktaufnahme.

Klein anfangen

Auch wenn das Wandern auf den ersten Blick einfach erscheint – immerhin müssen wir dazu ja „nur“ gehen – sollte man es zu Beginn dennoch ruhig in Angriff nehmen. Das betrifft sowohl die erste Tour als auch das Schritttempo. Deshalb mit einfachen, kurzen Streckenstarten starten. Zwei- bis vierstündige Touren mit wenig Höhenmetern sind für den Anfang vollkommen ausreichend. Sich dann Schritt für Schritt langsam steigern. Zudem sollte man die erste halbe Stunde bewusst langsamer gehen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Der richtige Schuh

Um eine Wanderung erfolgreich und möglichst ohne Beschwerden zu absolvieren, ist gutes Schuhwerk das A und O. Immerhin werden die Füße beim Wandern am meisten beansprucht. Der richtige Schuh hängt dabei maßgeblich vom Gelände ab: Touren in höheren Lagen und mit Geröll sollten unbedingt mit Schuhen begangen werden, die oberhalb vom Knöchel enden. Diese geben entsprechend halt. Abgesehen von der richtigen Passform, leichten Gewicht und starkem Profil, sollte der Schuh vorab gut eingegangen sein. Hilfe dazu kann man sich in einem Fachgeschäft holen.

Peter Ortner © Maximilian Brucker
Peter Ortner © Maximilian Brucker
Mit Stock und Stock

Wanderstöcke sind eine wahre Unterstützung bei einer Tour. Sie entlasten unsere Gelenke, verschaffen uns mehr Stabilität und sorgen so für längere Ausdauer und Kraft. Besonders beim Auf- und Abstieg von steileren Stücken sind sie ideale Begleiter. Um die Gelenke dabei gleichmäßig zu belasten, ist es wichtig, immer zwei Stöcke und nie einen zu verwenden.

Kleider machen Leute

Damit man auch outfittechnisch bestens ausgerüstet ist, sollte man beim Wandern auf das sogenannte Zwiebelprinzip setzen. Es empfiehlt sich daher mehrere, dünne Schichten anzuziehen, die je nach Wetterlage angepasst werden können.  Pluspunkt: Dünne Kleidung nimmt im Rucksack weniger Platz ein. Zusätzlich sollte man auch Handschuhe und eine Kopfbedeckung mitnehmen. Sonnenschutz für Haut und Augen dabei nicht vergessen! Gerade in luftigen Höhen, wo noch Schnee liegt, ist eine Sonnenbrille für eine gute Sicht zentral. Die Gefahr eines Sonnenstichs sollte nicht unterschätzt werden.

Essen und vor allem viel Trinken

Der richtige Proviant ist vor allem auf Wandertouren sehr wichtig. Regelmäßige Pausen zur Stärkung sind ein absolutes Muss. Beim Essen bieten sich Energielieferanten wie Äpfel, Bananen und Müsliriegel an. Dabei sollte man darauf achten, in Happen zu essen und nicht zu viel auf einmal. Schließlich geht es sich mit vollem Magen nicht so gut. Beim Trinken gilt: viel und ebenfalls proportioniert! D.h.: Über die Wanderroute verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen, anstatt große Mengen auf einmal. Die besten Durstlöscher sind Mineralwasser, mit oder ohne Kohlensäure sowie Tees.

Trinken ist besonders wichtig © Gasteiner
Trinken ist besonders wichtig © Gasteiner
Es geht bergab

Gerade Einsteiger bzw. wenig trainierte Menschen machen oft den Fehler, bergab mit gestrecktem Bein aufzutreten, was vermeintlich zu Gelenksschmerzen führen kann. Daher beim Bergabgehen die Knie immer leicht abwinkeln, um Beschwerden vermeiden.

 

 

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