Erinnerungen

Erinnerungen

Dali Museum in Montmartre (Paris). Creation Pierre IRA: Copyright Pierre IRA, Privatarchiv Pierre IRA.
Dali Museum in Montmartre (Paris). Creation Pierre IRA: Copyright Pierre IRA, Privatarchiv Pierre IRA.

Am 23. Jänner 2019 jährt sich der Todestag des weltweit bekannten Surrealisten Salvador Dalí. Auch nach 30 Jahren ist die Faszination Dalí ungebrochen.

Der Wiener Designer, Künstler und Fotograf Pierre Ira, dem 1998 die Ehre zuteil wurde von der Stratton-Foundation ausgewählt zu werden, um neben Modedesignern wie Sonia Rykiel, Paul Smith, Paco Rabanne, Hanae Mori oder Nicola Trussardi ein Kleid für die Dalí-Kollektion zu entwerfen, schwelgt in Erinnerungen:
„Das war und ist für mich eine ganz große Sache, eine hohe Ehre. Ich wusste ja von Dalís unheimlichem Drang selbst Mode zu machen, so hat er zum Beispiel zwei Kollektionen mit Coco Chanel und dann auch noch mit Elsa Schiaparelli entworfen.

Copyright: Wolfgang Bringmeier, Mädchen im Dali-Kleid, Creation Pierre IRA, Model Graziella Volpi, ITA, Privatarchiv Pierre IRA
Copyright: Wolfgang Bringmeier, Mädchen im Dali-Kleid, Creation Pierre IRA, ITA, Privatarchiv Pierre IRA

Als ich dann von Beniamino Levi, dem italienischen Kunstsammler und Präsidenten der Stratton-Foundation den Auftrag erhielt, ein Kleid inspiriert von Dalís berühmtestem Werk: ,Die Beständigkeit der Erinnerung‘ – ‚La persistencia de la memoria‘ zu entwerfen, hab ich mich unglaublich gefreut. Das in mühevoller Handarbeit bemalte Seiden-Kleid ging dann mit vielen anderen Kunstwerken Dalís auf Welttournee. Von Berlin weg begann eine aufregende Reise rund um den Globus, von Paris bis Montreal. Mein Dalí-Kleid zierte auch das Ankündigungsplakat für die Welttournee. 2006 wurde es nochmals sieben Monate lang in Paris ausgestellt. Heute ist es in der Schweiz, in der zollfreien Zone. Ich wollte es nochmal zum Fotografieren nach Österreich holen, aber das war dann leider nicht möglich!“

Dali-Kleid, Creation Pierre IRA, Rückseite "Dämon", Bildquelle: Stratton Foundation, Copyright: Stratton Foundation.
Dali-Kleid, Creation Pierre IRA, Rückseite „Dämon“, Bildquelle: Stratton Foundation, Copyright: Stratton Foundation.

Iras große Hochachtung vor dem Ausnahmekünstler Dalí ist allseits spür- und hörbar: „Salvador Dalí wird als einer der wichtigsten Künstler des Surrealismus gesehen und gilt als einer der großen Meister des 20. Jahrhunderts. Er integrierte Dinge in seiner Malerei und seinen Skulpturen, die er beispielsweise in populären Magazinen aufgeschnappt hatte. Oder er verarbeitete sein politisches, religiöses oder wissenschaftliches Interesse künstlerisch in seinen Werken“, so Pierre Ira.

Portrait von Pierre IRA0 Copyright: Pierre IRA. Privatarchiv.
Portrait von Pierre IRA0 Copyright: Pierre IRA. Privatarchiv.

Der Maler, Bildhauer, Poet und Performance-Künstler Salvador Dalí setzte sich über jedwede Konventionen hinweg. Mit seinen spektakulären Auftritten – so führt der Provokateur beispielsweise im sittenstrengen Spanien eine Blondine nackt an einem Hundehalsband durch ein Dorf – wusste er nicht nur seine Werke, sondern auch die Kunstfigur Dali zu verkaufen. Zeit seines Lebens schien er auch keines seiner Werke, keine seiner Taten oder keine seiner exaltierten Aktionen zu bereuen.

Dali-Kleid, Creation Pierre IRA. Detailaufnahme "Auge", Bildquelle: Stratton Foundation, Copyright: Stratton Foundation.
Dali-Kleid, Creation Pierre IRA. Detailaufnahme „Auge“, Bildquelle: Stratton Foundation, Copyright: Stratton Foundation.

„Je ne regrette rien – Ich bereue nichts!“ – Das ist es, was auch Pierre Ira neben künstlerischer Vielfalt und ungebrochenem Schaffensdrang mit Salvador Dalí verbindet. So war ihm kürzlich eine Fotoausstellung unter dem Titel „Je ne regrette rien!“, so lautet auch der Titel seines Buches, im Italienischen Kulturinstitut gewidmet. Zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeiten zählen nach wie vor analoge Portrait- und Modefotografie, karitative Veranstaltungen, Mode-Design, und ganz aktuell jetzt die Arbeit an einem neuen opulenten Bildband! Für seine bisherigen wunderbaren Fotobücher haben sich Vertreter von mehr als 30 Nationen – Königinnen, Staatsoberhäupter, Schauspieler, Sänger, Artisten, zauberhafte Mitglieder der Noblesse und der Diplomatie, aber auch junge Hoffnungen dem analogen Licht-Spiel des Meisters hingegeben: Anna Netrebko, Annie Girardot, Donna Leon, S. M. König Juan Carlos I. von Spanien, David Lynch, Sharon Stone, die Präsidenten Dr. Heinz Fischer und Georgio Napolitano, S. M. König Albert II. von Belgien, Udo Jürgens, Isabelle Huppert, Bill Gates, Otto Schenk, Bill Clinton, um nur einige zu nennen.

Ausstellung Piere IRA, Portrait von Pierre IRA, Copyright Giovanni Stella (Rom), Archiv: Giovanni Stella.
Ausstellung Piere IRA, Portrait von Pierre IRA, Copyright Giovanni Stella (Rom), Archiv: Giovanni Stella.

Was sich Pierre Ira für seine nahe Zukunft noch wünscht – „Ich wage kaum zu hoffen, dass die Stratton-Foundation zum 30. Todestag von Salvador Dalí, mein Dalí-Seiden-Kleid gemeinsam mit den Werken von Ferragamo, Paul Smith, Paco Rabanne oder Trussardi zur Ehrung des großen Meisters auf eine weitere aufregende Reise rund um den Globus schickt.“
Wir hoffen mit ihm!