Übergewicht bedroht Groß und Klein

Übergewicht bedroht Groß und Klein

Dicke Kinder werden zumeist auch dicke Erwachsene. © pixabay.com
Dicke Kinder werden zumeist auch dicke Erwachsene. © pixabay.com

Übergewicht zählt zu den größten gesundheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Bereits jetzt sterben EU-weit jährlich 2,8 Millionen an den Folgen, die Zahl der erkrankten Kinder stieg zuletzt auf bis zu 16 Millionen an und 7 Prozent der öffentlichen Gesundheitsausgaben stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit Adipositas. Während andere europäische Länder die Appelle der WHO und EU ernst nehmen und bereits nationale Präventionsprogramme starteten, geschah in Österreich in den vergangenen Jahren so gut wie nichts.

Übergewicht ist bereits bei Kindern eine chronische Krankheit 

Eine jüngst publizierte Stellungnahme der Childhood Obesity Task Force der EASO (European Association for the Study of Obesity) stellte klar, dass Übergewicht bereits im Kindesalter eine chronische Erkrankung ist und als eine der größten Gesundheitsherausforderungen des 21. Jahrhunderts gesehen werden muss. Bereits jetzt sind in Europa 12 bis 16 Millionen Kinder übergewichtig. „Ohne therapeutische und präventive Maßnahmen wird diese Zahl weiter rasant zunehmen“, warnte Prof. Dr. Kurt Widhalm, Präsident des ÖAIE. „Folgeerkrankungen wie Diabetes, Gelenksprobleme, psychische Diskriminierung und Herzkreislauf-Erkrankungen bringen öffentliche Gesundheitssysteme an den Rand der Finanzierbarkeit“, so Widhalm.

 

Ohne therapeutische und präventive Maßnahmen wird die Zahl der Übergewichtigen weiter rasant zunehmen“, warnte Prof. Dr. Kurt Widhalm, Präsident des ÖAIE. © Widhalm
Ohne therapeutische und präventive Maßnahmen wird die Zahl der Übergewichtigen weiter rasant zunehmen“, warnte Prof. Dr. Kurt Widhalm, Präsident des ÖAIE. © Widhalm

Ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung Hauptursachen

 

Ungesunde Ernährung und mangelnde körperliche Aktivität sind die Hauptursachen für die Adipositas-Epidemie. Einer aktuellen OECD Studie zu Folge essen nur 1/3 der Mädchen und 1/4 der Buben wenigstens ein Stück Obst pro Tag. „In Österreich, Finnland, Norwegen und Spanien nimmt zudem die physikalische Aktivität der Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren um 50 Prozent ab,“ erläuterte Prof. Dr. Norbert Bachl, Direktor des Österreichischen Instituts für Sportmedizin (ÖSIM). „Zu wenige Sportplätze sowie verstärkter TV- und IT-Konsum sind hierfür die wesentlichen Risikofaktoren.“

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