Wow – toller Erfolg für Österreichische Ballerina

Wow – toller Erfolg für Österreichische Ballerina

© Elegance, Nikolay Krusser
Vor Kurzem wurde der Wettbewerb „Elegance – 1st International Online Ballet & Contemporary Dance Competition“ mit einem riesigen Erfolg und in unzähligen Artikeln von der internationalen Presse gefeiert,  beendet, der in Zeiten von Corona ein absolutes Novum darstellt. Und das Beste – eine Österreichische Ballerina, nämlich Sandra Castro-Mühlbauer, hat ihn ins Leben gerufen. In Österreich selbst hat es leider kein einziges Medium interessiert. Aber so ist Österreich halt. Der Prophet gilt im eigenen Land nichts.
Sandra Castro-Mühlbauer © Rafael Pires


Sandra Castro Mühlbauer zur Idee dahinter:  „Tänzer müssen trainieren, aber im Moment steckt nicht viel Motivation hinter dem Training. Die Wettkampfsaison ist für so viele von uns in der Tanzgemeinschaft einer der aufregendsten und lohnendsten Momente des ganzen Jahres – ich nenne sie gerne das «Zuckerl» der Saison – und plötzlich sind wir daheim isoliert. Wir trainieren zwar weiter, allerdings ohne zu wissen, wann wir zum normalen Leben zurückkehren können. Ein Wettbewerb ist eine wichtige Erfahrung für junge Tänzer und bietet auch tolle Möglichkeiten. Etwa ein Stipendium zu bekommen oder sogar einen Vertrag mit einer Ballettkompanie. Aus diesem Grund habe ich die 1st International Online Ballet & Contemporary Dance Competition  ins Leben gerufen. Ich weiß – man kann Online-Auftritte nicht mit einem Wettbewerb auf der Bühne vergleichen. Aber auch hier treten die Tänzer vor einer internationalen Jury auf. Und zwar mittels ZOOM. Mitglieder der Jury waren u.a. Renato Zanella (Präsident), Iana Salenko, Mihail Sosnovschi, Evelyn Téri, Eno Peçi, Cesar Corrales uvm.“

Renato Zanella © Pierre Ira



Und nun ist das Ergebnis da. Dazu Castro-Mühlbauer:  „Wir haben weltweit 140 Tänzer aus fast 20 verschiedenen Ländern wie Kanada, USA, Mexiko, Puerto Rico, Brasilien, USA, Kolumbien, Frankreich, Italien, Belgien, Deutschland, Österreich, Ukraine, Rumänien, Russland, China, Japan und Thailand begrüßen dürfen.“

Die Preise gingen an hochtalentierte Tänzer. So erhielten etwa zwei Tänzer unter der Leitung des Jurymitglieds Petar Dorcevski ein Vertragsangebot für das slowenische Nationalballett. Dieses Angebot ging an Evelyn Robinson (USA) und Samael Maurice (Kanada). Ein volles 3-Jahres-Stipendium für das Ballet Theatre UK wurde an Edouardo Comello vergeben, ein volles 1-Jahres-Stipendium für das Tutu Deluxe Ballet Elite-Programm an Zaelie Charbonneau und ein 3-Monats-Stipendium für Europa Ballet und Choreo Centre Europe gingen an Nika Afonina, Kizuki Matsuyama und Valentina Pasquale. Zusätzlich erhielten 15 weitere Tänzer Stipendien.

© Renato Zanella

Es gab insgesamt 11 Kategorien und 33 Gewinner des 1., 2. und 3. Preises. Zusätzlich zum Preis, der an den unglaublich talentierten Edouardo Comello als  „Outstanding Performance“ verlieh wurde, gingen „Future Rising Star“ an die jüngste Konkurrentin Sienna Aller (7) und der ganz besondere „Karl Musil“ -Preis an die junge Tänzerin Kizuki Matsuyama.

Auch die Award-Gala von Elegance, die ebenso wie der gesamte Wettbewerb auf Zoom stattfand, enthielt etliche Höhepunkte. So traten u.a. die Solisten des Wiener Staatsballetts Natascha Mair und Jakob Feyferlik auf.

Iana Salenko © @pickledthoughts
Und eines ist klar – Elegance wird es auch weiterhin geben. Auch wenn Corona schon längstens vergessen ist, denn: „Ich habe mir  viele Gedanken über die finanzielle Situation von Tanzstudenten gemacht, die an Wettbewerben teilnehmen. Ich hatte das große Glück, dass meine Schule – die Ballettschule am Konservatorium in Wien – alle Kosten für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie dem Prix de Lausanne, dem Nurejew-Wettbewerb in Budapest und Serge Lifar in Kiew bezahlt hat und noch ein paar mehr. Ohne diese finanzielle Unterstützung wäre ich so gut wie nie zu einem dieser sehr berühmten und wichtigen Wettbewerbe gekommen. Die Kosten solcher Veranstaltungen sind nämlich immens. Die Tänzer müssen die Flüge, das Hotel, die unglaublich teuren Kostüme, die hohen Anmeldegebühren und vieles mehr berücksichtigen. Nicht jeder kann sich das leisten, und es ist äußerst traurig, die Gelegenheit zu verpassen, aus finanziellen Gründen von internationalen Richtern, Ballettmeistern, Choreografen und Unternehmensleitern entdeckt zu werden.“ so Sandra Castro-Mühlbauer. Sie ergänzt: „Mit dem Online-Wettbewerb ersparen sich junge Tänzer den größten Teil dieser Kosten, haben aber dennoch die Möglichkeit , Geldpreise, Stipendien und Verträge zu gewinnen sowie von einer Jury weltbekannter Persönlichkeiten der Tanzwelt entdeckt und gesehen zu werden.“ Natürlich haben schon etliche prominente Jurymitglieder auch für die nächste Competition von Elegance zugesagt.
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https://www.youtube.com/watch?v=9uTeCYA6-E8&feature=youtu.be

Sandra Castro-Mühlbauer mit Mihail Sosnovschi