A Stranger in Paradise

A Stranger in Paradise

© Gabriella Mühlbauer

Ich war gestern im Hotel Intercontinental in Wien bei einer Plattenpräsentation. Und zwar von Herb Caruso „A Stranger in Paradise“.  Es war ein toller Abend mit einem wunderbaren Sänger samt seiner exzellenten Band. Erwin Schmidt war an der Hammond Orgel, Christian Havel spielte Gitarre und Lukas Böck die Drums.

 

Ein paar Worte zum Album:

Abseits der ausgetrampelten Karrierewege, in Gegenden, wo sich die Liebe zur Musik nicht mit Notwendigkeiten mischen muss, werden manchmal aus echten Talenten über viele Umwege ausgereifte Musikerpersönlichkeiten. Diese können dann allein schon aufgrund ihrer vielfältigen Lebenserfahrung eine frische Geschichte erzählen. Dort spürt man die Begeisterung und Freude noch unmittelbar. Wer sonst als der Kulturmanager Herbert Stangl könnte somit in Wien auf die Idee kommen, die lange und ehrwürdige Tradition des American Songbook am Leben zu erhalten? Wer sonst könnte über viele Jahre hinweg mit unterschiedlichen Formationen die ganz dem way of  life dieser amerikanischen Ära nachempfundene übergroße Bühnenpersönlichkeit eines Hansi Caruso, später Herb Caruso entwickeln?

© Gabriella Mühlbauer

Nun präsentiert Herb Caruso ein Album mit viel Gefühl für das Genre jazzballads und Swing und transportiert die Kompositionen seiner grossen Vorbilder mühelos ins 21. Jahrhundert ohne dabei in den Verdacht zu geraten auf dem Nostalgietrip zu reiten. Der Crooner hat eine simple aber überzeugende Devise: you can bring what you feel and you can sing when you swing.

 

Neben seiner Tätigkeit als Kulturmanager im MQ/HALLE E ist derKünstler auch seit 30 Jahren als Jazzsänger aktiv. Neben vielen Galas ist er auch in vielen renommierten Jazzlokalen wie dem Porgy in Wien oder dem BIRDLAND in New York aufgetreten.