Die Liebe zu sich selbst

Die Liebe zu sich selbst

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(Werbung) So gut wie jeder Mensch weiß, dass er sich selbst lieben muss, um glücklich zu sein und so in weiterer Folge eine erfüllende und gut funktionierende Beziehung haben kann. In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff „Selbstfürsorge“ Aber was bedeutet er eigentlich? Ich hab mich in der Psychologie informiert und dort wird die Selbstfürsorge in verschiedene Ebenen, und zwar in vier Ebenen eingeteilt. Viele Menschen vernachlässigen eine oder mehrere dieser Ebenen und erzeugen so unnötigen Stress, können ihre Bedürfnisse nicht erfüllen und werden im schlimmsten Fall sogar krank. Sie können unter Depressionen, Ängsten oder sogar ein Burn-Out erleiden.

Selbstfürsorge in 5 Ebenen

Mit wenigen Worten ausgedrückt, Selbstfürsorge bedeutet den liebevollen Umgang mit sich selbst. Das betrifft körperliche, emotionelle, intellektuelle, soziale und spirituelle Themen. Wo nun die Schwerpunkte liegen, ist bei jedem Menschen verschieden ausgeprägt.

Körperlicher liebevolle Umgang – hierzu gehört auf die Gesundheit zu achten. Etwa sich gesund zu ernähren, ausreichend schlafen und entspannen, auf körperliche Signale hören, genügend Bewegung machen und natürlich auch regelmäßig den Arzt zu Vorsorgeuntersuchungen aufzusuchen. Auch das ganz persönliche Sexleben zählt hier dazu. Kein Wunder, dass es im Trend liegt Sexspielzeug zu schenken. Besonders bei den Frauen. Es ist überhaupt kein Tabu mehr sich etwa einen hübsch verpackten Dildo zu schenken.

Die emotionale Ebene betrifft das Gefühlsleben. Wichtig ist dabei, seine Gefühle auch auszuleben und darüber sprechen zu können und sich ausreichend Zeit für sich selbst zu nehmen. Diese – ganz persönlichen Zeit – kann etwa zum Lesen, Musik hören,  oder einfach auch nur zum bewussten Genießen verwendet werden.

Ein wichtiger Aspekt bei der Selbstfürsorge ist auch das intellektuelle. Dieser äußert sich darin, dass man über sich selbst und sein Leben Gedanken macht. Kurzum, dass man  sich mit sich selbst miteinander auseinandersetzt, seine Glaubenssätze überprüft und so seine Persönlichkeit weiterentwickelt.

Auch das Miteinander, also das soziale Zusammenleben stellt eine Ebene der Selbstfürsorge dar. Also wie man mit anderen Menschen umgeht, wie man seine Freundschaften pflegt, neue Kontakte gewinnt, aber auch wie man seine Konflikte bewältigt und beseitigen kann.

Für manche Menschen bedeutet die Spiritualität einen wichtigen Teil in ihrem Leben. Sie finden hier die Lösung für Hoffnung und neue Inspirationen, um auf ihrem Lebensweg glücklich zu sein. Auch diese Ebene darf nicht vernachlässigt werden.

Die Bedürfnisse wahrnehmen

Das geflügelte Wort „Selbstfürsorge“ bedeutet in erster Linie seine Bedürfnisse wahrzunehmen und auch zu erfüllen. Das ist meistens einfacher als gedacht und es geht auch gar nicht um große Dinge. Es muss nicht immer ein Wellnessurlaub sein, obwohl gerade hier der Weg zu sich selbst gefunden werden kann. Aber es reicht schon, im Alltag auf sich zu achten. Rechtfertigungen, warum man jetzt gerade keine Zeit für sich selbst hat, sollten bewusst gering gehalten werden. Der Körper sendet fast immer Signale aus, die erfüllt werden wollen. Geht man diesen Signalen nach, so ist man schon auf dem besten Weg sein Leben und damit sein Wohlbefinden zu verändern.

In einer glücklichen Partnerschaft leben

Viele Menschen leben Jahrzehnte neben sich her und merken oft gar nicht, dass sie unglücklich dabei sind. Sie erfüllen sozusagen ihre Pflichten – etwa in der Kindererziehung oder in der Versorgung des Partners – aber das Gefühlsleben und auch der Sex bleiben dabei oft auf der Strecke. Es gibt kaum mehr Streicheleinheiten und die Leidenschaft schwindet. Sie werden mit alltäglichen Dinge, wie etwa Gespräche über die Arbeit oder Tätigkeiten im Haushalt, ersetzt.

Besonders die Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil in einer Beziehung. Je glücklicher die Partner mit sich selbst sind, also ihre Selbstfürsorge funktioniert, desto länger bleibt auch die Sexualität in der Partnerschaft ein wichtiger Punkt.

Das Fundament einer gesunden Beziehung ist das Vertrauen und die Sicherheit. Wichtig ist es dabei Konflikte anzusprechen. Und zwar rechtzeitig bei den ersten Alarmsignalen, dann kann nämlich noch erfolgreich gegengesteuert werden. Sind die Fronten einmal erhärtet, dann fällt es umso schwieriger und ist vielleicht sogar unmöglich Lösungsansätze zu finden. Kleine Rituale spielen dabei eine große Rolle. Dazu gehört etwa ein Gute-Nachtkuss oder eine Umarmung beim Wiedersehen. Auch ein regelmäßiger Paarabend – ohne Kinder – ist wichtig und unterstützt die Gemeinsamkeit. Und – jeder Partner ist für die Beziehung zuständig und muss seinen Teil dazu beitragen.

Ungesunde Beziehungen äußern sich durch Abhängigkeit vom Partner, Identitätsverlust, die Angst den Partner zu verlieren oder von der Liebe des Partners erdrückt zu werden.