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Die stille Rolle der Thermoregulation

© Dagsmejan/PR

Rund ein Drittel der Erwachsenen leidet laut Daten der World Health Organization unter Schlafproblemen. Gleichzeitig berichten viele Menschen davon, nachts zu überhitzen oder zu schwitzen. Dennoch wird schlechter Schlaf im Alltag meist als Stress- oder Lebensstilproblem gesehen – weniger als biologischer Prozess, der aktiv beeinflussbar ist.

Dabei zeigt die Forschung längst: Schlaf ist kein passiver Zustand, sondern ein fein reguliertes System, das stark von äußeren Bedingungen abhängt. Entscheidend sind nicht nur Routinen, sondern vor allem Temperatur und Mikroklima.

Genau hier setzt das schweizerisch-schwedische Unternehmen Dagsmejan im Bereich Sleep Performance & Recovery an. Ziel ist es, Schlafbedingungen so zu gestalten, dass der Körper seine natürliche Temperaturregulation besser halten kann.

Catarina Dahlin, Gründerin von Dagsmejan © Dagsmejan/PR

„Wir betrachten Schlaf oft als etwas, das einfach passiert“, sagt Gründerin Catarina Dahlin. „Dabei wollten wir zeigen, dass man ihn aktiv beeinflussen kann – durch wissenschaftlich entwickelte Lösungen.“

Ein zentraler Faktor ist die Thermoregulation: Um einzuschlafen, muss die Körperkerntemperatur sinken. Wird dieser Prozess gestört, verschlechtert sich die Schlafqualität. Häufig unbemerkt, ausgelöst durch Wärmestau oder ungeeignete Materialien im Schlafumfeld.

„Schlaf ist einer der wichtigsten Hebel für Gesundheit und Regeneration“, erklärt Sportmediziner Dr. Lutz Graumann. „Wenn die Temperatur nicht stabil bleibt, gerät dieses System aus dem Gleichgewicht.“

Besonders deutlich zeigt sich das bei Frauen. Hormonelle Veränderungen beeinflussen die Körpertemperatur direkt, etwa im Zyklus oder in der Menopause, wo bis zu 80 Prozent über Schlafstörungen berichten – häufig durch Hitzewallungen und nächtliche Schwankungen.

© Dagsmejan/PR

Trotz klarer Daten wird Schlaf weiterhin oft verhaltensorientiert gedacht: weniger Bildschirmzeit, mehr Routinen. Dagsmejan verfolgt dagegen einen anderen Ansatz – den Blick auf Umgebung und Material.

Das Unternehmen, 2016 von Catarina Dahlin und Andreas Lenzhofer gegründet, entwickelt funktionale Schlafbekleidung aus Hightech-Naturfasern. Diese sollen Feuchtigkeit ableiten und Temperatur stabilisieren, um das nächtliche Mikroklima zu verbessern. Getestet und entwickelt wird gemeinsam mit Forschungspartnern wie der Schweizer Materialforschungsinstitution EMPA.

Kollektionen wie BALANCE oder STAY COOL adressieren unterschiedliche Temperaturbedürfnisse – von nächtlichen Schwankungen bis zu Überhitzung und Hitzewallungen.

Heute ist Dagsmejan in über 100 Ländern aktiv und positioniert sich an der Schnittstelle von Schlaf, Gesundheit und Regeneration – mit einem klaren Fokus: Schlaf nicht als Lifestyle, sondern als biologisches System zu verstehen.

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