Was tun, wenn plötzlich jemand neben mir zusammenbricht? Wenn sich jemand verletzt? Oder wenn ein Freund völlig verzweifelt ist und nicht mehr weiterweiß? In solchen Momenten hilft es wenig, wenn man irgendwann einmal gehört hat, dass man „Erste Hilfe leisten“ soll. Man muss wissen, was zu tun ist – und idealerweise keine Angst davor haben, es auch wirklich zu tun.
Genau deshalb finde ich es ziemlich sinnvoll, dass Erste Hilfe schon in der Schule praktisch gelernt wird. Hansaplast und das Österreichische Rote Kreuz setzen ihre gemeinsame Initiative auch heuer fort und nehmen dabei nicht nur körperliche Notfälle unter die Lupe. Auch die psychische Erste Hilfe wird immer wichtiger. Im vergangenen Schuljahr wurden knapp 15.000 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dazu geschult und miteinander vernetzt.
Nicht nur Pflaster kleben
Erste Hilfe verbinden viele wahrscheinlich noch immer mit Verbandskasten, Pflaster und der bangen Frage, wie genau man jetzt einen Verband anlegt. Natürlich gehört das dazu. Aber Erste Hilfe kann eben auch bedeuten, einen Menschen in einer psychischen Ausnahmesituation nicht einfach allein zu lassen, zuzuhören und zu erkennen, wann professionelle Hilfe notwendig ist.
Für das kommende Schuljahr stellt Hansaplast Schulen deshalb sogenannte Erste-Hilfe-Würfel zur Verfügung. Darauf finden sich konkrete Situationen, anhand derer Jugendliche ihr Wissen spielerisch ausprobieren und festigen können. Also nicht nur Theorie aus dem Schulbuch, sondern: Was mache ich, wenn es wirklich passiert?
Rund um den Welttag der Ersten Hilfe am 12. September wird außerdem die Digitalkampagne #jetzterstehilfe gestartet. Sie soll im September und Oktober daran erinnern, bei Verletzungen, medizinischen Notfällen und auch psychischen Belastungen nicht einfach wegzuschauen.
13 Jahre gemeinsame Sache
Hansaplast und das Österreichische Rote Kreuz arbeiten mittlerweile seit 13 Jahren zusammen, um Erste-Hilfe-Wissen in Österreich stärker in den Alltag zu bringen. Weltweit hat sich Hansaplast vorgenommen, bis 2028 mindestens eine Million Kinder in Erster Hilfe zu schulen. Mehr als 500.000 haben entsprechende Trainings bis Mitte 2026 bereits absolviert.
Und vielleicht ist das Wichtigste an solchen Programmen gar nicht, dass Jugendliche am Ende jeden Handgriff perfekt beherrschen. Sondern dass sie lernen, nicht wegzuschauen. Denn im Ernstfall ist ein Mensch, der handelt – auch wenn er vielleicht nicht alles perfekt macht – allemal hilfreicher als einer, der aus Angst gar nichts tut.
