Schmerz lass nach!!

Schmerz lass nach!!

OA Dr. Thorsten Graf © Bernhard Noll

Wie viele von Euch wissen, habe ich Arthrose und leide ziemlich unter Knieschmerzen. Neue Kniegelenke möchte ich mir nicht machen lassen und so hab ich allerhand ausprobiert. Von diversen schmerzstillenden Medikamenten habe ich mittlerweile genug und so war ich auf der Suche nach alternativen Methoden. Mit der Neuraltherapie hab ich nun sensationelle Erfolge machen können. Aber was ist Neuraltherapie eigentlich?

© Bernhard Noll

Bei dieser Art der ganzheitlich orientierten Regulationstherapie werden Schmerzzustände oder Krankheiten mittels Einspritzung (Injektionen) eines lokalen Betäubungsmittels behandelt. Die Idee dahinter:  Dr. Ferndinand Huneke fand durch Zufall heraus, dass durch eine lokale Betäubung nicht nur Gewebe schmerzunempfindlich gemacht werden kann, sondern akute und chronische Schmerzzustände durch Regulation ursächlich behoben werden können. Huneke lokalisierte im Körper Störfelder (örtlich begrenzte Reizzustände), die über Reizung der Nervenbahnen und der Grundsubstanz in einer anderen Körperregion Schmerzen oder Krankheiten auslösen. Er schloss daraus, dass jede Körperstelle zum Störfeld werden kann, chronische Krankheiten ausgelöst werden können, und das Injizieren eines Lokalanästhetikums an bestimmten Punkten diese Reizzustände aufheben kann und den Körper positiv in seiner Grundregulation unterstützt.

OA Dr. Thorsten Graf © Bernhard Noll

Heute gewinnt die Neuraltherapie immer mehr an Bedeutung und kommt bei der Behandlung von Schmerzen, die durch eine überlastete Körperregulation ausgelöst werden, erfolgreich zum Einsatz. Dazu meint Dr. Thorsten Graf: „Eine Neuraltherapie kann bei einer Funktionsstörung der Organe oder des Bindegewebes und Bewegungsapparates helfen, allerdings nicht, wenn bereits durch eine Krankheit zerstörte Strukturen vorliegen.“

Die Neuraltherapie hilft gegen viele Beschwerden, etwa gegen Allergien, Clusterkopfschmerzen, Schmerzen nach einem Dammschnitt, bei Menstruationsschmerzen, Kreuzschmerzen uvm

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Bei der Einspritzung des lokalen Betäubungsmittels gibt es drei Vorgehensweisen:

  • Die Injektion wird direkt in die schmerzende Stelle verabreicht (Lokale Behandlung).
  • Eine Einspritzung an Reflexzonen im Bereich der Wirbelsäule. Da unser Körper segmental aufgebaut ist, erfolgt dadurch ein Reset in diesem Segment und eine im Bereich des Rückenmarks gespeicherte negative Schmerz- oder Beeinträchtigungskaskade kann damit gelöscht werden. (Segment-Therapie).
  • Injizieren des Lokalanästhetikums in ein vermutetes Störfeld (Störfeld-Therapie) – Neuraltherapie ist die Methode der Wahl einerseits, um Störfelder zu diagnostizieren, andererseits auch, um diese zu behandeln. Narbengewebe ist häufig ein Störfeld, da dieses eine Defektheilung darstellt. In diesem Defekt-geheilten-Gewebe sind dann auch vermehrt immunkompetente Zellen und Entzündungsmediatoren feststellbar. Dies führt zu einem chronischen Reizzustand oder Silent inflammation genannt.
  • OA Dr. Thorsten Graf © Bernhard Noll

Mehr Information gibt es bei:

Dr. Thorsten Graf, Märzstraße 49/20, 1150 Wien, 0660 4904477, www.drthorstengraf.at (ab Anfang Februar online)