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Art Austria eröffnet im Palais Auersperg

Marika Lichter.-Wolfgang Pelz-Lisa-Koroschetz © Katharina Schiffl

Das Palais Auersperg hat sich für seine Premiere als Gastgeber der 19. Art Austria wirklich herausgeputzt – und man hatte fast das Gefühl, dass sich die barocken Mauern selbst ein wenig über die neue Rolle freuen.

Im neu gestalteten Garten entstand ein offener Skulpturengarten, der schnell zum Treffpunkt wurde. Zwischen Kunstwerken und einem Glas Sekt mischte sich trotz einzelner Regentropfen eine erstaunlich entspannte Stimmung. Drinnen setzte sich das Bild fort: elegante Messestände, viel Raum für Begegnung und diese besondere Mischung aus historischer Kulisse und zeitgenössischer Kunst.

Schon am frühen Nachmittag füllten sich die Räume, und die Besucher:innen bewegten sich ganz selbstverständlich zwischen Innen- und Außenbereich, als wäre das Palais schon immer eine Messe gewesen.

Claudia-Kovacek-Longin-Eduard-Angeli-Sophie-Zetter-Schwaiger © Katharina Schiffl

Zur Eröffnung sprach Veranstalter Wolfgang Pelz über den Anspruch der Art Austria, Kunst nicht nur zu zeigen, sondern unterschiedliche Disziplinen zusammenzubringen – bildende Kunst im Zentrum, ergänzt durch Musik, Mode und Kulinarik. Besonders spannend klang die Idee einer „Kunst am Teller“, entstanden in Zusammenarbeit mit Gmundner Keramik und dem Maler Eduard Angeli.

Diese Kooperation wurde auch von Lisa Koroschetz, Marketingchefin von Gmundner Keramik, vorgestellt. Sie betonte die Sensibilität in Angelis Arbeiten, seine besondere Ruhe im Umgang mit Raum und Licht – und genau diesen Charakter wollte man ins Material übersetzen.

Kathi-Stumpf-Alex-Beza © Katharina Schiffl

Der Künstler selbst erzählte von seinen Jahren in Venedig, vom Meer, vom frühen Morgenlicht und davon, wie daraus jene ruhigen Bildwelten entstanden sind, die nun sogar auf Keramik übertragen werden.

Neben der Kunst selbst war es vor allem die Atmosphäre, die Eindruck machte: ein Palais, das plötzlich nicht mehr nur Kulisse ist, sondern Teil der Inszenierung wird – lebendig, offen und erstaunlich zugänglich.

Marika-Lichter-Tamara-Mascara © Katharina Schiffl

Unter den Gästen zeigten sich viele beeindruckt von der Mischung aus Kunst, Architektur und Begegnung, darunter auch Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und der Kunstszene wie Alexander Schallenberg sowie weitere Vertreter:innen aus Kultur und Wirtschaft, die den Auftakt der Messe begleiteten.

Am Ende blieb genau dieses Gefühl: kein steifer Vernissage-Moment, sondern ein lebendiger Start in eine Kunstmesse, die sich bewusst zwischen Tradition und Gegenwart bewegt.

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