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Zum Leupold

Im Bild v.l.n.r.: Willy Lehmann (Herausgeber Genuss Guide und Moderator), Conrad Seidl (Bierpapst), Andreas Urban (Braumeister Schwechater), Andrea Knura (Autorin und Herausgeberin Genuss Guide) © Richard Tanzer

Es war einer dieser Abende, an denen Wien nach warmem Licht duftet und Tradition plötzlich ganz modern wirkt. Am 25. November 2025 lud das Restaurant Zum Leupold zur Präsentation des Genuss Guide Austria 2026 – und kaum öffnete sich die Tür, lag die besondere Mischung aus Erwartung, Stolz und kulinarischer Leidenschaft in der Luft.

Andrea Knura und Willy Lehmann, die beiden Gesichter hinter dem Guide, hielten den druckfrischen Band wie ein Versprechen in den Händen. Ein Versprechen an all jene, die Österreichs Genusskultur prägen – von kleinen Manufakturen bis zu alteingesessenen Familienbetrieben. Ihr Werk ist ein liebevoll kuratierter Streifzug durch Delikatessenläden, Bäckereien, Fleischereien und Genusswerkstätten, ein Kompendium jener Orte, an denen „gut essen“ mehr bedeutet als ein gefüllter Einkaufskorb.

Willy Lehmann (Herausgeber Genuss Guide und Moderator) © Richard Tanzer

In diesem Jahr gehen Knura und Lehmann einen anderen Weg: Nicht die Regionen stehen im Vordergrund, sondern die Produktgruppen. Käse, Brot, Feinkost, Essig & Öl, Süßes, Getränke – jede Kategorie erhält zwei Auszeichnungen, die die Besten der Besten sichtbar machen. Menschen, die mit Hingabe, handwerklicher Tiefe und einer bemerkenswerten Sensibilität für das Produkt arbeiten.

Untermalt wurde der Abend von Geschichten, die nachhallen. Im neuen Guide finden sich ebenso inspirierende wie berührende Genuss Talks – etwa mit Bäckermeister Christian Ruetz, der von der Seele des Tiroler Brotes und der Bedeutung heimischer Getreidesorten erzählt. Oder mit Roman Thum, dessen Schinkenmanufaktur fast schon Kultstatus besitzt und der über Tradition, Handwerk und Zukunft spricht, als wären sie ein einziges großes Ganzes.

Ein besonderes Kapitel ist dem Burgenland gewidmet: einer Region, in der Genuss, Landschaft und Menschen wohltuend untrennbar wirken. Zwischen Weinhügeln, Gemüsevielfalt, Steppenrind und Mehlspeiskultur entstehen dort Produkte, die Regionalität nicht predigen, sondern leben – unverwechselbar, geerdet und zugleich außergewöhnlich.

Parallel zur gedruckten Ausgabe lädt der Online-Auftritt genuss-guide.net mit über 2.000 erfassten Geschäften zum täglichen Entdecken ein. Der digitale Genuss Guide ist dabei weit mehr als ein Verzeichnis – er ist ein lebendiger Wegweiser für alle, die einkaufen möchten wie Genießer und nicht wie Konsumenten.

© Richard Tanzer

Wo Begeisterung zuhause ist: Die Genuss Guide Awards

Die Jury – ein Kreis aus Experten und neugierigen Genießern – kürte die Besten in neun Warengruppen und vergab zusätzlich einen Nachhaltigkeitspreis. Jede Auszeichnung würdigt Betriebe, die nicht nur verkaufen, sondern Haltung zeigen: Innovation, tiefe Produktkenntnis, Regionalität mit Rückgrat.

Dazu kommen vier Sonderpreise: Start-up, Nachhaltigkeit, Familienbetrieb und Traditionsbetrieb. Sie heben Persönlichkeiten hervor, die ihren Bereich prägen, präzise hinschauen und mutig vorausdenken.

Es sind Orte des Alltags, die sich anfühlen wie kleine Bühnen. Wo Mitarbeitende mit funkelnden Augen von ihrem Tun erzählen. Wo Kunden zurückkommen, weil sie sich gesehen fühlen. Und wo Qualität nicht im Regal liegt, sondern im Miteinander.

Zwischen knusprigem Brot, würzig gereiftem Käse, feiner Feinkost und inspirierenden Getränken zeigt der Genuss Guide Austria 2026 eines besonders klar: Der österreichische Lebensmittelhandel kann Magie – wenn die richtigen Menschen dahinterstehen.

© Genuss Guide, medianet