Wenn Wien Spargel serviert, ist Frühling

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Draußen werden die ersten Schanigärten aufgestellt, die Stühle rücken auf das Pflaster, Gläser klirren in der Abendsonne. Und in den Küchen? Da wird geschält. Spargel.

Für mich sind das in Wien zwei untrügliche Zeichen: Der Frühling ist da – und er will genossen werden. Ab morgen, 27. April, beginnt die Frühlingsgenusswoche 2026. Sieben Tage lang laden 80 Restaurants in Wien und Umgebung zu mehrgängigen Fixpreismenüs. Über 40 davon tragen Hauben – und genau das macht diese Woche so besonders: große Küche, klar kalkulierbar.

Spargel als Hauptdarsteller

Spargel hat in Österreich einen fixen Platz im kulinarischen Kalender. Seine Saison ist kurz, seine Fangemeinde treu – und sein Auftritt jedes Jahr mit Erwartungen aufgeladen.

In dieser Woche steht er nicht am Tellerrand, sondern im Mittelpunkt. Nicht als Beilage, sondern als Anlass, auszugehen. Und genau darum geht es: um diesen Moment.

Fixpreis statt Fragezeichen

Gehobene Gastronomie war lange eine Frage des Anlasses. Heute ist sie zunehmend eine Frage der Planbarkeit. Wer vorher weiß, was der Abend kostet, entscheidet anders – bewusster, spontaner, vielleicht auch öfter dafür.

Die Genusswoche funktioniert genau deshalb. Kein Rätselraten auf der Rechnung. Kein versteckter Aufpreis. Ein Haubenrestaurant, ein transparenter Fixpreis – und ein Abend, der sich ausgeht. „Die Genusswoche gibt Menschen einen konkreten Anlass, Restaurants zu besuchen, die sie kennen und schätzen, sich aber im Alltag seltener leisten wollen“, sagt Franz Bernthaler von der Culinarius-Gruppe.

Das Modell ist klar:
Mittags ab 19,50 Euro, abends ab 39,50 Euro – je nach Haubenauszeichnung des Betriebs. Und ganz ehrlich: Wenn Wien nach Spargel duftet und die Schanigärten wieder voll sind, braucht es manchmal gar keinen größeren Anlass.