Wenn am 1. Mai das legendäre Holzfloß des Strandcafé aus seinem Winterschlaf erwacht, weiß ich: Jetzt ist der Sommer in Wien nicht mehr aufzuhalten. Heuer lag über der Alten Donau aber noch ein besonderer Zauber, denn das Traditionshaus feierte sein 105-jähriges Bestehen – und lud zur großen Jubiläumsparty direkt aufs Wasser.
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Es gibt Orte, die sind mehr als nur ein Restaurant. Sie sind Gefühl, Erinnerung, ein Stück Stadtgeschichte. Seit 1921 werden hier die berühmten Ripperln am Holzbrett serviert – mit knusprigen Bratkartoffeln, frischen Zwiebeln, würzigen Pfefferoni und den legendären Haussaucen „Rot“ und „Weiß“. Dazu eiskaltes Budweiser Budvar vom Fass, das in der Frühlingssonne fast noch besser schmeckt als im Hochsommer. Während unter dem Floß die Karpfen ihre ruhigen Kreise zogen, stieß oben die Wiener Society auf 105 Jahre Kulinarik an.

Natürlich ließ sich die Prominenz dieses Jubiläum nicht entgehen. Christina und Jacqueline Lugner genossen das Ambiente ebenso wie die Tormann-Legenden Otto Konrad und Michael Konsel. Schauspielerin Selina Graf plauderte entspannt am Wasser, Miss Europe und Sängerin Beatrice kam mit Unternehmer Heimo Turin, Mister Austria und Buchautor Roman Schindler zeigte sich mit Patricia Tomek. Für Glamour sorgten auch „Dancing Star“ Conny Kreuter und Entertainer Dennis Jale – und viele weitere bekannte Gesichter aus Wirtschaft, Kultur und Society.

Besonders schön fand ich die Worte von Eigentümer Ando Yeritsyan, der gemeinsam mit Strandcafé-Urgestein Erich Homolka die Gäste begrüßte. Ein Lokal, das 105 Jahre überdauert, ist in einer schnelllebigen Zeit alles andere als selbstverständlich. Und tatsächlich: Trends kommen und gehen – das Strandcafé bleibt. Vielleicht liegt genau darin sein Geheimnis.

Kulinarisch blieb man sich jedenfalls treu. Neben den legendären Ripperln stand auch die Strandcafé-Stelze im Mittelpunkt, deren krachende Schwarte für begeisterte Gesichter sorgte. Stundenlang gegart, mit feurigem Finale unter starker Oberhitze vollendet – ein Genuss, der mit Blick auf die Wiener Skyline einfach noch intensiver schmeckt.

Das berühmte Holzfloß bietet im Sommer Platz für bis zu 264 Gäste und zählt für mich zu den stimmungsvollsten Plätzen der Stadt. Direkt am Wasser sitzen, die Abendsonne genießen, das Klirren der Gläser hören – das ist Wiener Lebensgefühl in seiner schönsten Form.

Erreichbar ist das Strandcafé übrigens ganz unkompliziert mit der U1 bis Kagran oder der Straßenbahnlinie 26, zu Fuß oder mit dem Fahrrad entlang der Uferpromenade. Aber ganz gleich, wie man kommt – man bleibt meist länger als geplant.
